Was ist Autogas?
Autogas - auch LPG (Liquified Petroleum Gas) genannt - ist eine Mischung aus Butan- und Propangas. Da es sich schon bei relativ niedrigem Druck verflüssigt, wird es gerne als Flüssiggas bezeichnet. Dadurch kann viel Energie auf geringem Raum untergebracht werden. So hat ein mit Autogas betriebener PKW verglichen mit einem Erdgas-PKW bei gleichem Tankvolumen fast die dreifache Reichweite. Ein Autogastank lässt sich beispielsweise in der Mulde des Reserverads unterbringen.
Welche Autos kann man umrüsten?
Prinzipell lassen sich fast alle Fahrzeuge mit Benzin-Motoren umrüsten. Bei Motoren mit Benzindirekteinspritzung (z.B. VW FSI) ist eine Umrüstung nicht möglich. Theoretisch kann man auch Diesel-Motoren umrüsten, jedoch ist der technische Aufwand so groß, dass eine Umrüstung wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.
Wieviel kann man sparen?
"Tanken für die Hälfte" ist der Werbespruch vieler Autogasanbieter. Das ist prinzipiell richtig, da der Literpreis Autogas etwa bei der Hälfte des Preises von Superbenzin liegt. Allerdings muss man bedenken, dass man für einen Liter Benzin ca. 1,15 Liter Autogas benötigt um die gleiche (Kilometer-)Leistung zu erhalten. Mit Autogas hat man einen Mehrverbrauch von 10%-20% gegenüber dem reinen Benzinbetrieb. Zusätzlich braucht man auch zum Motorstart noch etwas Benzin. Ganz für die Hälfte spart man zwar nicht, aber fast. Gewöhnlich rentiert sich die Umrüstung nach wenigen Jahren, bei Vielfahrern deutlich schneller. Bei 20.000 km Fahrleistung im Jahr, einem Verbrauch von 9 Litern und den aktuellen Benzinpreisen von ca. 1,50 €/l hat sich eine 2.500,- € teure Umrüstung bereits nach 2 Jahren armortisiert. Nach 5 Jahren haben Sie eine Ersparnis von rund 3.500,- €.
Ihre individuelles Einsparpotential können Sie sich mit dem Autogas-Amortisationsrechner ausrechnen.
Was kostet eine Umrüstung?
Bei einer Umrüstung muss man mit Kosten zwischen 1800,- € und 3500,- € rechnen. Die Zylinderanzahl, die Motorleistung, das Baujahr und das Fahrzeugmodell haben Einfluss auf die tatsächlichen Umbaukosten. Generell gilt, dass die Umrüstung bei neueren Fahrzeugen und Fahrzeugen mit mehr Zylindern kostspieliger ist.
Was mache ich wenn der Gastank leer ist?
Kein Problem: Einfach mit Benzin weiterfahren. Die meisten Systeme schalten dann automatisch und unauffällig während der Fahrt auf Benzinbetrieb um. Etwas Benzin muss immer im Tank sein, da zum Starten und Warmfahren des Motors Benzin benötigt wird. Auch wenn keine Gastankstelle in der Nähe ist kann man unbesorgt sein.
Wo kann ich tanken?
Das Netz von Gastankstellen wird immer dichter. Mittlerweile gibt es in fast jeder größeren Statt mehrere Gastankstellen, insgesamt fast 4000 Tankstellen. Ob sich eine solche Tankstelle auch in Ihrer Nähe befindet, können Sie leicht im Internet herausfinden, z. B. auf folgenden Seiten:
Wie überbrücke ich die Zeit bis zur Umrüstung?
Man könnte z. B. auf sein Glück hoffen und am Tankgutschein Gewinnspiel teilnehmen. So kann man seine eigenen Kraftstoffkosten auch senken, denn diese Gutscheine gelten für herkömmliches Benzin und Diesel.

Oder Sie versuchen sparsamer zu fahren. Dazu sollten Sie zuerst einmal ein Gefühl für Ihre genauen Verbrauchswerte bekommen:
Gibt es Förderungen?
Der Staat fördert Autogas durch deutlich geringere Besteuerung des LPG Kraftstoffes gegenüber Diesel und Benzin. Das ist noch bis mindestens 2018 garantiert. Einige lokale Energieversorger (z. B. die Stadtwerke Bielefeld) fördern den Einbau von Gasanlagen. Das ist aber teilweise von der aktuellen Haushaltslage abhängig. Einfach mal nachfragen bei Ihrem Versorger. Achten Sie auch auf Aktionen von Autoherstellern (z. B. Volvo) oder Anbieter von Umrüstanlagen. Bei Aktionsangeboten lässt sich vielfach eine Menge Geld sparen.
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